Terminal
"Terminal" kann sich auf zwei getrennte, aber miteinander verbundene Werkzeuge beziehen — ein Hardware-Terminal, das eine textbasierte Benutzeroberfläche für einen entfernten Computer bereitstellt, oder ein Softwareprogramm, das ein Hardwareterminal emuliert. Beide Werkzeuge ermöglichen es Remotebenutzern, eine Verbindung zu einem Computer herzustellen und Programme auszuführen.
Hardwareterminal
Computer waren in den 1970er-Jahren große, teure Maschinen, die häufig in einem Mehrbenutzersystem eingesetzt wurden. Durch die gemeinsame Nutzung der Rechenzeit konnten mehrere Personen gleichzeitig einen Computer verwenden. Dabei wurden seine Rechenressourcen zwischen allen Benutzern aufgeteilt und die Arbeitsleistung pro Tag maximiert. Benutzer stellten über Terminals eine Verbindung zum Computer her — einfache Geräte mit geringem Stromverbrauch, die aus einem Monitor und einer Tastatur bestanden und keine eigene Rechenleistung besaßen. Ein Terminal leitete Textbefehle des Benutzers an einen entfernten Computer weiter und zeigte anschließend die Ausgabe des Computers auf seinem Bildschirm an.
Terminals waren in den 1970er-Jahren und Anfang der 1980er-Jahre für die meisten Benutzer die wichtigste Möglichkeit, mit Computern zu arbeiten. Mit dem Aufkommen erschwinglicher Mikrocomputer in den 1980er-Jahren wurde es üblicher, direkt mit dem eigenen PC zu arbeiten, statt einen entfernten Computer gemeinsam zu nutzen.
Terminalemulator
Ein Terminalemulator ist ein Programm, das eine textbasierte Befehlszeilenschnittstelle für einen lokalen oder entfernten Computer bereitstellt. Terminalemulatoren simulieren, wie Hardwareterminals Textbefehle senden, bieten aber auch zusätzliche Funktionen, etwa die Möglichkeit, das Erscheinungsbild des Terminals anzupassen oder den vom Terminal empfangenen Text an einen Drucker zu senden. Einige Terminalemulatoren unterstützen Fenster-Registerkarten, sodass Sie gleichzeitig eine Verbindung zu mehreren Computern herstellen können.
Die meisten Desktopbetriebssysteme mit grafischen Benutzeroberflächen verfügen über Terminalemulatoren, die eine Befehlszeile in einem Fenster bereitstellen. Beispielsweise enthält macOS einen Terminalemulator namens "Terminal", mit dem Benutzer Unix-Befehle eingeben und über SSH eine Verbindung zu entfernten Computern herstellen können. Windows wird mit zwei Befehlszeilenprogrammen ausgeliefert, "cmd.exe" und "PowerShell", und Unix-Computer, die die grafische X-Window-Shell verwenden, enthalten einen Terminalemulator namens "xterm". Darüber hinaus sind viele Terminalemulatoren von Drittanbietern verfügbar, falls die integrierten Optionen Ihren Anforderungen nicht entsprechen.
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