EUP
Steht für „Enterprise Unified Process“.
Der Enterprise Unified Process (EUP) ist ein Softwareentwicklungs-Framework, das großen Unternehmen dabei helfen soll, Anwendungen strukturiert zu entwickeln und zu verwalten. Er erweitert den Rational Unified Process (RUP) um zwei wichtige Phasen: Produktion und Außerbetriebnahme.
Während der RUP aus vier Phasen besteht, erweitert EUP den Prozess auf sechs:
- Beginn – Das Team bewertet die erste Idee für das Projekt. Es ermittelt deren Machbarkeit, legt Geschäftsziele fest und schätzt die erforderlichen Ressourcen.
- Ausarbeitung – Die Entwickler definieren die Softwarearchitektur und ermitteln wichtige Anforderungen und Risiken. Diese Phase stellt eine solide Grundlage für die Entwicklung sicher.
- Konstruktion – Die Programmierer entwickeln und testen die Anwendung.
- Überführung – Das Unternehmen stellt die Software für die Benutzer bereit. Auf Grundlage des Benutzerfeedbacks und der Anwendungsleistung werden letzte Anpassungen vorgenommen.
- Produktion – Kunden verwenden die Software aktiv in einer Live-Umgebung. Support- und Wartungsteams stellen sicher, dass sie zuverlässig funktioniert und die Anforderungen der Endbenutzer erfüllt.
- Außerbetriebnahme – Das Unternehmen stellt die Wartung der Software ein und kennzeichnet sie als „Ende ihres Lebenszyklus“ oder EOL. Dies kann geschehen, wenn die Anwendung durch eine neue Version ersetzt wird oder nicht mehr benötigt wird. Datenmigration, Archivierung und formelle Verfahren zur Einstellung des Betriebs sind häufig Teil dieser Phase.
Der Enterprise Unified Process fördert einen langfristig skalierbaren Ansatz für die Softwareentwicklung, indem er den gesamten Softwarelebenszyklus berücksichtigt. Besonders hervorzuheben ist, dass er Support nach der Bereitstellung und die spätere Außerbetriebnahme umfasst – Bereiche, die bei herkömmlichen Entwicklungsmodellen häufig übersehen werden.
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