DVI
Steht für „Digital Visual Interface“.
DVI ist eine Video-Schnittstelle, über die Monitore, Projektoren und andere Anzeigegeräte mit einem Computer verbunden werden. Sie unterstützt sowohl analoge als auch digitale Videosignale über einen einzigen Anschluss, obwohl einige Varianten nur eines der beiden Signale übertragen. DVI war in den 2000er- und 2010er-Jahren eine verbreitete Anzeigeschnittstelle. Sie ersetzte die ältere, ausschließlich analoge VGA-Schnittstelle und wurde selbst Mitte der 2010er-Jahre durch HDMI und DisplayPort ersetzt.
Die DVI-Schnittstelle war die erste verbreitete Videoschnittstelle, die ein rein digitales Videosignal übertragen konnte. Frühere Schnittstellen wie VGA wandelten das digitale Videosignal zunächst in ein analoges Signal um und übertrugen dieses Signal über ein Kabel. Analoge Videosignale sind jedoch anfällig für elektrische Störungen, die die Bildqualität beeinträchtigen können. Da die DVI-Schnittstelle sowohl analoge als auch digitale Videosignale unterstützt, konnten Computerbenutzer entweder einen analogen CRT-Monitor oder einen digitalen LCD-Monitor über denselben Anschluss an ihrer Grafikkarte verwenden.
Die DVI-Schnittstelle nutzte mehrere Arten von Anschlüssen mit unterschiedlichen Pinbelegungen zur Übertragung von Videosignalen:
- DVI-A überträgt nur ein analoges Videosignal, das mit einem passiven Adapter in einen VGA-Anschluss umgewandelt werden kann.
- DVI-D überträgt nur ein digitales Videosignal. Es gibt zwei Untertypen von DVI-D-Anschlüssen: Single-Link und Dual-Link. Dual-Link bietet mehr Bandbreite und unterstützt dadurch höhere Auflösungen und Bildwiederholraten.
- DVI-I überträgt sowohl ein analoges als auch ein digitales Videosignal, sodass ein Computer mit demselben Anschluss an beide Arten von Anzeigegeräten angeschlossen werden kann. Wie DVI-D ist DVI-I als Single-Link- und Dual-Link-Version verfügbar, wobei nur das digitale Signal von der zusätzlichen Bandbreite profitiert. Wie bei DVI-A kann sein Videosignal mit einem passiven Adapter in ein VGA-Signal umgewandelt werden.
In den 2010er-Jahren wurden analoge CRT-Monitore nicht mehr weit verbreitet eingesetzt, sodass die Möglichkeit zur Übertragung eines analogen Videosignals nicht mehr erforderlich war. Neuere Schnittstellen wie HDMI und DisplayPort übertragen rein digitale Videosignale und unterstützen zusätzlich Audio. DisplayPort kann auch USB-Daten übertragen, sodass ein Monitor einen integrierten USB-Hub enthalten kann. HDMI und DisplayPort unterstützen höhere Auflösungen und Bildwiederholraten als DVI, wodurch DVI zu einer veralteten Schnittstelle wurde.
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