DV
Steht für „Digital Video“.
DV ist ein frühes digitales Videobandformat und das erste digitale Videoformat, das für den Amateurbereich allgemein verfügbar war. Anders als bei analogen Videobändern, die Audio- und Videosignale als analoge Wellenform codieren, speichert DV codierte Audio- und Videosignale digital auf einem Magnetband in einer Kassette. DV-Kassetten sind in mehreren Größen erhältlich – die kleinste, MiniDV, wurde in privaten Videokameras häufig verwendet, bis Kameras mit internem Flash-Speicher verfügbar wurden.
DV-Video hat normalerweise eine Standardauflösung 720 × 480 (Pixel), obwohl eine hochauflösende Version, HDV, 720p- und 1080i-Video unterstützt. Der DV-Codec mit Standardauflösung komprimiert Videos leicht mit einem Intra-Frame-Verfahren. Dabei wird das Video jeweils bildweise verarbeitet, um die Videobearbeitung zu erleichtern (anders als bei der Inter-Frame-Codierung, die Videos komprimiert, indem sie die Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Videobildern vergleicht). Der DV-Codec ist nicht auf die Aufzeichnung von Videos auf Magnetband beschränkt. Er kann Videos auch als einzelne Dateien auf Festplatten, Speicherkarten oder im integrierten Flash-Speicher einer Kamera speichern.
Da DV Audio und Video digital speichert, können Camcorder Videos einfach zur Wiedergabe und Bearbeitung auf einen Computer übertragen. DV-Camcorder exportieren Videos von der Kassette über ein FireWire-Kabel (IEEE 1394) auf einen Computer. Anschließend können die Videos ohne zusätzliche Analog-Digital-Umwandlung direkt in einer Videobearbeitungssoftware bearbeitet werden.
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