CMP
Steht für „Consent Management Platform“.
Eine CMP ist eine Softwareanwendung, mit der Betreiber von Websites und Apps verfolgen können, ob ihre Nutzer der Erfassung ihrer Daten zustimmen. Diese personenbezogenen Daten helfen dabei, zielgerichtete Werbung auf Grundlage der demografischen Informationen und der Online-Aktivitäten des Nutzers bereitzustellen. Die Verwendung einer CMP, die die Zustimmung der Nutzer ordnungsgemäß erfasst und verwaltet, ist erforderlich, um Nutzerdaten von Einwohnern der EU zu verfolgen.
Mehrere Anbieter stellen CMPs bereit, mit denen sich die Einstellungen der Nutzer verfolgen lassen. Dadurch können Unternehmen die CMP auswählen, die ihren Anforderungen entspricht. Alle CMPs müssen über einen grundlegenden Satz an Werkzeugen verfügen. Wenn Sie eine Website besuchen, die mithilfe einer CMP Daten erfasst, muss diese eine Benutzeroberfläche bereitstellen, über die Ihre Zustimmung angefordert wird – normalerweise ein Meldungsfenster, das beim ersten Besuch der Website oder beim Öffnen der App erscheint. Diese Meldungen sollten Ihnen helfen zu verstehen, welche Daten erfasst werden, wer darauf zugreifen darf und wofür sie verwendet werden. Viele ermöglichen Ihnen außerdem, festzulegen, wozu Sie Ihre Zustimmung erteilen, indem Sie nur bestimmten Arten von Daten für bestimmte Dritte zustimmen.
Eine CMP muss eine Datenbank enthalten, in der festgehalten wird, wer der Datenerfassung zustimmt und wer sich vom Daten-Tracking abmeldet. Außerdem muss sie Ihnen ermöglichen, Ihre Zustimmung später zu widerrufen, wenn Sie dies wünschen. Eine CMP kann auch den eigentlichen Tracking-Mechanismus bereitstellen – normalerweise Cookies – sowie eine Verbindung zu einem Datenverarbeitungsdienst eines Drittanbieters, der die erfassten Nutzerdaten analysiert.
Die Verwendung einer CMP wird durch das Transparency Consent Framework (TCF) vorgeschrieben. Das TCF ist ein offenes Standard-Framework, das festlegt, wann die Zustimmung der Nutzer erforderlich ist, wie sie angefordert und erfasst wird und was ein Website- oder App-Betreiber mit den von ihm erfassten personenbezogenen Daten tun darf. Das TCF wurde entwickelt, um Websites und Werbetreibenden dabei zu helfen, das Gesetz zur Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) in der EU einzuhalten.
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