Retina-Display
Der Begriff „Retina-Display“ ist ein Hardware-Begriff, den Apple im Juni 2010 geprägt hat. Er beschreibt ein Display mit einer Auflösung von über 300 dpi. Das iPhone 4, das ebenfalls im Juni 2010 angekündigt wurde, hat eine Bildschirmauflösung von 326 dpi und war das erste Apple-Produkt mit einem Retina-Display.
Der Name „Retina-Display“ bezieht sich darauf, wie das hochauflösende Display für das menschliche Auge erscheint. Wenn ein Display eine Auflösung von über 300 dpi hat, können die meisten Menschen einzelne Pixel nicht erkennen, wenn sie den Bildschirm aus einer Entfernung von etwa 30 Zentimetern betrachten. Daher scheinen die Pixel ineinander überzugehen, wodurch ein gleichmäßiges Bild entsteht. Dies ähnelt digitalem Audio, das mit einer hohen Abtastrate aufgenommen wurde. Da die Audio-Abtastwerte so dicht beieinanderliegen, nehmen wir den Klang als gleichmäßiges analoges Signal wahr.
Da manche Menschen besser sehen können als andere, gibt es keine wissenschaftlich genaue Zahl, die ein Retina-Display definiert. Tatsächlich können einige Menschen möglicherweise einzelne Pixel auf einem Retina-Display erkennen. Im Vergleich zu einem typischen Computer-Monitor mit einer Auflösung von 72 dpi wird ein Retina-Display für alle Benutzer dennoch deutlich schärfer aussehen.
Retina-Displays sind besonders nützlich, um Text auf einem kleinen Bildschirm zu lesen, beispielsweise auf einem iPhone oder iPod Touch. Die höhere Auflösung macht kleinen Text lesbar und mittelgroßen Text leichter lesbar. Da sich die Displaytechnologie weiterentwickelt, ist zu erwarten, dass Retina-Displays auch in größeren Geräten wie dem iPad und HiDPI-Monitoren verfügbar werden.
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