OLED
Steht für „Organic Light Emitting Diode“ und wird „oh-led“ ausgesprochen. OLED ist eine Art Flachbildschirm, ähnlich wie ein LCD, der keine Hintergrundbeleuchtung benötigt. Stattdessen leuchtet jede LED innerhalb eines OLED-Panels einzeln auf.
Ein OLED-Bildschirm besteht aus sechs Schichten, die zusammenarbeiten, um Farbbilder zu erzeugen. Diese Schichten umfassen von unten nach oben:
- Substrat – die grundlegende Struktur, die das Panel trägt; normalerweise aus Glas oder Kunststoff
- Anode – eine transparente Schicht, die Elektronen entfernt, wenn elektrischer Strom durch sie fließt
- Leitfähige Schicht – enthält organische Moleküle oder Polymere wie Polyanilin, die Strom an die emittierende Schicht übertragen
- Emittierende Schicht – enthält organische Moleküle oder Polymere wie Polyfluoren, die aufleuchten, wenn Strom durch sie fließt
- Kathode – führt Elektronen in die anderen Schichten ein, wenn Strom durch sie fließt
- Abdeckung – die obere Schutzschicht des Bildschirms; normalerweise aus Glas oder Kunststoff
Wie funktioniert ein OLED?
OLEDs zeigen Licht mithilfe eines als Elektrophosphoreszenz bezeichneten Verfahrens an. Auch wenn dies wie ein einschüchternder Begriff klingen mag, ist der Vorgang relativ einfach. Elektrischer Strom fließt von der Kathode (negativ geladen) zur Anode (positiv geladen), wodurch sich Elektronen zur emittierenden Schicht bewegen. Diese Elektronen finden „Löcher“ (Stellen, an denen Atome Elektronen fehlen) in der leitfähigen Schicht und erzeugen Licht, wenn sie diese Löcher füllen. Die Farbe des Lichts hängt von dem organischen Molekül ab, durch das der Strom in der emittierenden Schicht geflossen ist.
Da die Dioden in OLED-Bildschirmen einzeln aufleuchten, ist keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich. Das bedeutet, dass OLEDs dunklere Schwarztöne als LED-/LCD-Bildschirme darstellen und weniger Strom verbrauchen können. Außerdem sind sie dünner und können gekrümmt oder sogar biegsam sein. Obwohl OLEDs viele Vorteile gegenüber LED-/LCD-Bildschirmen haben, war die Herstellung großer, zuverlässiger OLED-Bildschirme teuer. Daher waren OLEDs in kleineren elektronischen Geräten wie Smartphones und Tablets häufiger anzutreffen. Wenn die Herstellungskosten für OLEDs sinken und die Zuverlässigkeit steigt, wird die Technologie häufiger in größeren Bildschirmen eingesetzt werden, etwa in Fernsehern und Computer-Monitoren.
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