GPIO
Steht für „General Purpose Input/Output“. GPIO ist eine Art Pin auf einer integrierten Schaltung, der keine bestimmte Funktion hat. Während die meisten Pins einen festgelegten Zweck haben, etwa das Senden eines Signals an eine bestimmte Komponente, kann die Funktion eines GPIO-Pins angepasst und von Software gesteuert werden.
Nicht alle Chips haben GPIO-Pins, sie sind jedoch häufig auf Multifunktionschips zu finden, etwa auf Chips, die in Stromversorgungs- und Audio-/Videokarten verwendet werden. Sie werden auch in System-on-Chip-Schaltungen (SOC) eingesetzt, die einen Prozessor, Speicher und externe Schnittstellen auf einem einzigen Chip vereinen. GPIO-Pins ermöglichen es, diese Chips für verschiedene Zwecke zu konfigurieren und mit mehreren Arten von Komponenten zu verwenden.
Ein beliebtes Gerät, das GPIO-Pins nutzt, ist der Raspberry Pi, ein Einplatinencomputer, der für Hobbyanwender und Bildungszwecke entwickelt wurde. Er enthält eine Reihe von GPIO-Pins am Rand der Platine, die die Schnittstelle zwischen dem Raspberry Pi und anderen Komponenten bilden. Diese Pins fungieren als Schalter, die 3,3 Volt ausgeben, wenn sie auf HIGH gesetzt sind, und keine Spannung ausgeben, wenn sie auf LOW gesetzt sind. Sie können ein Gerät mit bestimmten GPIO-Pins verbinden und es mit einem Software-Programm steuern. Beispielsweise können Sie eine LED mit einem GPIO- und einem Masse-Pin eines Raspberry Pi verbinden. Wenn ein Softwareprogramm dem GPIO-Pin sagt, dass er eingeschaltet werden soll, leuchtet die LED auf.
Die meisten Computernutzer werden GPIO-Pins nicht begegnen und müssen sich keine Gedanken über deren Konfiguration machen. Wenn Sie jedoch Hobbyanwender oder Computerprogrammierer sind, kann es hilfreich sein zu lernen, welche Chips GPIO-Pins haben und wie man sie verwendet.
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