CDMA
Steht für „Code-Division Multiple Access“.
CDMA ist eine drahtlose Übertragungstechnologie, mit der mehrere digitale Signale über denselben Trägerkanal übertragen werden können. Qualcomm entwickelte und patentierte CDMA in den 1990er-Jahren als kommerzielle Methode für Mobilfunknetze, und Netzbetreiber setzten die Technologie 1995 erstmals in Netzwerken ein. CDMA war neben GSM einer von zwei konkurrierenden Standards für 2G- und 3G-Mobilfunkdatennetze.
Ein CDMA-Netz weist jedem Benutzer einen Code zu, der drahtlose Signale, die an sein Gerät gesendet werden und von ihm ausgehen, codiert und decodiert. Mehrere Benutzer können über die gesamte Breite des Frequenzspektrums mit den Sendemasten des Netzwerks kommunizieren. Jedes Gerät decodiert nur die Signale, die seinen persönlichen Code verwenden. Signale für andere Benutzer erscheinen als Rauschen, das der Empfänger sicher verwerfen kann. Da der Frequenzbereich nicht für jeden Benutzer begrenzt wird, bietet CDMA im Vergleich zum von GSM-Netzen verwendeten TDMA-Verfahren mehr Bandbreite. CDMA ermöglicht außerdem mehr gleichzeitigen Benutzern, dasselbe Frequenzspektrum zu verwenden, ohne die Netzwerkleistung negativ zu beeinflussen.
Weltweit waren CDMA-Netze weniger verbreitet als GSM-Netze. CDMA wurde nur in den Vereinigten Staaten (vor allem von Verizon) und in Teilen Asiens häufig eingesetzt. Die beiden Netztypen waren nicht kompatibel, da sie unterschiedliche Frequenzbereiche verwendeten und daher unterschiedliche Funk-Hardware benötigten. In der späteren Phase der 3G-Ära war es jedoch üblich, dass Smartphones Funkmodule für beide Standards enthielten. Sowohl GSM- als auch CDMA-Netze wurden in den 2010er-Jahren schrittweise durch LTE-Netze ersetzt. Bis Ende 2022 hatten die meisten Netzbetreiber ihre 2G- und 3G-Netze vollständig abgeschaltet.
Testen Sie Ihr Wissen